Die Sanierung ist Teil der umfassenden Erweiterung des Schwimmsportkomplexes Freiberger Platz in Dresden. Neben dem Neubau einer Wettkampfschwimmhalle wurde der denkmalgeschützte Bestandsbau modernisiert und um neue Funktionsbereiche ergänzt. Im Foyer, den Umkleiden und im Saunabereich prägt eine klare lineare Architektursprache die Raumwirkung. Zentrales Gestaltungselement ist eine Linearrasterdecke, in die sich die Beleuchtung präzise integrieren musste. Gleichzeitig treffen innerhalb des Gebäudes unterschiedliche Nutzungszonen aufeinander – von offenen Aufenthaltsbereichen bis zu feuchte- und spritzwasserbelasteten Räumen. Die Beleuchtung musste daher sowohl funktionale Anforderungen erfüllen als auch ein durchgängiges architektonisches Erscheinungsbild unterstützen.
Schwimmsportkomplex Freiberger Platz
Details
Standort
Dresden, Sachsen
Nutzung
Sportstätte / Schwimmhalle
Baujahr
2019 – 2020
Umfang
Allgemeinbeleuchtung im Foyerbereich sowie in Umkleide- und Saunabereichen
Die Sanierung im Schwimmsportkomplex Freiberger Platz in Dresden verbindet denkmalgeschützte Bestandsarchitektur mit neuen Funktionsbereichen für Sport und Aufenthalt. Die Beleuchtung wurde dabei als integraler Bestandteil der architektonischen Gestaltung entwickelt und sorgt für eine klare, homogene Ausleuchtung von Foyer-, Umkleide- und Saunabereichen.
Technische Parameter
EN 12464-1
Normbezug
Ra 80
Farbwiedergabeindex
4000 K
farbtemperatur
symmetrisch
Lichtverteilung
3 SDCM
MacAdam-Ellipsen
136 lm/w
effizienz
Dali
steuerung
50.000 h
lebensdauer
Eingangshallen
100 lx
Beleuchtungsstärke
< 25
UGR
Verkehrswege
100 lx
Beleuchtungsstärke
< 28
UGR
Garderoben
200 lx
Beleuchtungsstärke
< 22
UGR

Lichttechnik
Zielsetzung
Die Beleuchtung folgt konsequent der architektonischen Ordnung des Gebäudes. Ziel war eine ruhige, gleichmäßige und blendfreie Allgemeinbeleuchtung, die Orientierung und Aufenthaltsqualität unterstützt. Das Lichtbild bleibt bewusst zurückhaltend und stärkt die klare Struktur der Architektur.
Zentrale Aspekte der Lichtgestaltung waren:
- lineare Lichtführung als Bestandteil der Deckenstruktur
- homogene Lichtverteilung in Foyer und Verkehrsbereichen
- Anpassung der Lichtcharakteristik an unterschiedliche Nutzungszonen

Herausforderung
Umsetzung
Die technische Umsetzung erforderte eine präzise Abstimmung zwischen Gestaltung, Nutzung und technischen Anforderungen. Zu den zentralen Herausforderungen gehörten:
- Integration eines durchgängigen Lichtbandsystems in den offenen Foyerbereich
- Einhaltung der erforderlichen IP-Schutzklassen in feuchte- und spritzwasserbelasteten Bereichen
- Entwicklung einer Lösung, die unterschiedliche technische Anforderungen bei identischer Designsprache erfüllt
- Vermeidung gestalterischer Brüche zwischen trockenen und feuchten Zonen
Standardisierte Beleuchtungssysteme konnten diese Kombination aus architektonischer Einheit und technischer Differenzierung nicht vollständig abbilden.
Unsere Lösung
Für den Schwimmsportkomplex wurde eine projektspezifische Lichtbandlösung entwickelt, die sich präzise in die Linearrasterdecke integriert und gleichzeitig unterschiedliche technische Anforderungen erfüllt.
Die Beleuchtung wurde dabei nicht als separates System verstanden, sondern als Bestandteil der architektonischen Struktur. Gestaltung und Technik wurden gemeinsam entwickelt, um ein konsistentes Erscheinungsbild über alle Nutzungsbereiche hinweg zu gewährleisten.
Die realisierte Lösung verbindet:
- präzise Integration in die Deckenarchitektur
- technische Robustheit für feuchtebelastete Bereiche
- eine durchgängige lineare Lichtgestaltung im gesamten Gebäude
Die Umsetzung erfolgte durch die FAE Elektrotechnik GmbH & Co. KG mit Sitz in Heidenau bei Dresden. Im Kontext von FAE ecoled entstehen solche Lösungen als individuell entwickelte Lichtsysteme für Architektur, die elektrotechnische Systemkompetenz mit architektonischen Anforderungen verbinden.
Das Projekt zeigt exemplarisch, wie individuelle Architekturbeleuchtung unterschiedliche Nutzungsbereiche innerhalb eines Gebäudes gestalterisch zusammenführen kann – funktional robust, architektonisch integriert und langfristig betreibbar.


