Technische Universität Dresden – Neue Mensa
Technische Universität Dresden – Neue Mensa
Technische Universität Dresden – Neue Mensa
Technische Universität Dresden – Neue Mensa

Technische Universität Dresden – Neue Mensa

Details
Neue Mensa der Technischen Universität Dresden aus der Luft

Standort

Dresden, Sachsen

Nutzung

Mensagebäude der Technischen Universität Dresden

Baujahr

2025 – 2026

Umfang

Beleuchtung im Ausgabebereich und in der Cafeteria – Entwicklung der 4×4-Leuchte sowie Voutenbeleuchtung

Die Neue Mensa der Technischen Universität Dresden wird im Rahmen einer umfassenden Sanierung und Modernisierung für eine zeitgemäße Nutzung neu gestaltet. Die Beleuchtung im Ausgabe- und Cafeteriabereich übernimmt dabei eine zentrale Rolle, indem sie fehlendes Tageslicht kompensiert und eine klare, angenehme Raumwirkung für stark frequentierte Aufenthaltsbereiche schafft.

Die „Neue Mensa“ der Technischen Universität Dresden ist ein denkmalgeschützter Großbau aus den 1970er-Jahren und zählt zu den zentralen Gebäuden des Campus. Im Zuge der laufenden Sanierung und Modernisierung wird das Gebäude technisch und funktional vollständig überarbeitet, während seine architektonische Identität erhalten bleibt.

Besonders prägend sind großflächige Innenbereiche – insbesondere im Ausgabe- und Cafeteriabereich – die kaum direkten Tageslichtbezug besitzen. Gleichzeitig verlangt der Denkmalschutz einen sensiblen Umgang mit der vorhandenen Bausubstanz und ihrer charakteristischen Raumstruktur. Die Beleuchtung übernimmt daher eine zentrale Rolle: Sie muss eine moderne Aufenthaltsqualität ermöglichen und gleichzeitig die bestehende Architektur respektieren und unterstützen.

Technische Parameter

EN 12464-1

Normbezug

200 – 300 lx

Beleuchtungsstärke

RA 80

Farbwiedergabeindex

2700 – 6500 K

Farbtemperatur

> 22

UGR

3 SDCM

MacAdam-Ellipsen

DALI

Steuerung

50.000 h

Lebensdauer

Cafeteria

Indirekt

Lichtverteilung

8000 lm

Lichtstrom

110 lm/w

Effizienz

Essensbereiche

Direkt

Lichtverteilung

2000 lm

Lichtstrom

140 lm/w

Effizienz

Zielsetzung

Lichttechnik

Zielsetzung

Die Lichtlösung verfolgt das Ziel, in den tageslichtarmen Bereichen eine natürliche Helligkeitswirkung zu erzeugen. Dies geschieht durch gezielt gestaltete Lichtflächen und Voutenbeleuchtungen, die eine angedeutete Lichtkuppelwirkung erzeugen.

Dadurch entsteht eine visuelle Öffnung nach oben, die dem Raum mehr Tiefe und Orientierung verleiht. Besonders in stark frequentierten Bereichen wie der Free-Flow-Ausgabe und der Cafeteria trägt das Licht wesentlich zur räumlichen Orientierung und Atmosphäre bei.

Die Beleuchtung erfüllt damit zwei Funktionen:

  • Sicherstellung einer funktionalen Grundhelligkeit für den täglichen Betrieb
  • Verbesserung der Aufenthaltsqualität durch eine tageslichtähnliche Raumwirkung
Umsetzung

Herausforderung

Umsetzung

Die Entwicklung der Beleuchtung erforderte eine präzise Abstimmung zwischen Denkmalschutz, Architektur und Nutzung. Zu den zentralen Herausforderungen gehörten:

  • Integration neuer Leuchtenelemente in eine denkmalgeschützte Gebäudestruktur
  • Entwicklung von Lichtsystemen, die formal zurückhaltend sind und dennoch raumbildend wirken
  • Erzeugung einer überzeugenden Lichtwirkung in Bereichen ohne natürlichen Tageslichteinfall
  • Anpassung an die hohe Nutzungsfrequenz eines großen Universitätsgebäudes

Standardisierte Beleuchtungssysteme konnten diese Anforderungen nicht erfüllen, da sie weder die räumliche Wirkung noch die sensiblen Anforderungen des Denkmalschutzes ausreichend berücksichtigen.

Unsere Lösung

Auftrag­geberStaatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB), NL Dresden II
Architektur­büroAGZ Zimmermann Architekten GmbH
AusführungFAE Elektrotechnik GmbH & Co. KG

Für die Neue Mensa der Technischen Universität Dresden wurde eine projektspezifische Lichtlösung entwickelt, die architektonische Gestaltung und funktionale Anforderungen miteinander verbindet. Zentrale Elemente sind speziell entwickelte 4×4-Leuchten sowie Voutenbeleuchtungen, die eine gleichmäßige und ruhige Lichtverteilung erzeugen und gleichzeitig eine indirekte Tageslichtanmutung im Raum schaffen.

Die Beleuchtung wird dabei nicht als technisches Zusatzsystem verstanden, sondern als integraler Bestandteil der architektonischen Transformation des Gebäudes. Sie kompensiert fehlendes Tageslicht, unterstützt die Orientierung im Raum und schafft eine hochwertige Atmosphäre für mehrere tausend Nutzer täglich.

Die Umsetzung erfolgt durch die FAE Elektrotechnik GmbH & Co. KG mit Sitz in Heidenau bei Dresden. Im Kontext von FAE ecoled entstehen solche Lösungen als individuell entwickelte Lichtsysteme für Architektur, die elektrotechnische Systemkompetenz mit den Anforderungen komplexer Gebäude verbinden. Das Projekt zeigt exemplarisch, wie maßgeschneiderte Architekturbeleuchtung dazu beitragen kann, historische Gebäude in eine zeitgemäße Nutzung zu überführen und gleichzeitig ihre architektonische Identität zu bewahren.

Treppe in der Neuen Mensa der Technischen Universität Dresden: Die LED-Bänder unter den Holzhandläufen schalten sich ein und erhellen den Backstein

Stimmen aus der Mensa

„Tausende Studierende
gehen hier jeden Tag hinunter.
Das Licht soll sie führen,
ohne aufzufallen.“

„Der Backstein durfte bleiben,
wie er war. Das Licht
hat ihm nur gezeigt,
wie schön er ist.“

Robert Schramm, Betriebsleiter FAE Elektrotechnik